Kursdetails

26-1.0803 Sonntags bei Anton im März Thema "Eros (bzw. Liebe)"

Beginn So., 29.03.2026, 11:00 - 13:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Anton Schmitt

Seit 5 Jahren in Viernheim erfolgreich. Jeden letzten Sonntag im Monat von 11:00 - 13:00 Uhr bei freiem Eintritt und kostenlosem "Kaffee und Kuchen" sich gemeinsam auf "Augenhöhe" miteinander auseinandersetzen! Die jeweiligen Themen werden zuvor gemeinsam abgesprochen. Grundsätzlich steht alles zur Debatte, was irgendwie "auf dem Herzen brennt". Und dann geht es zuerst einmal um das gegenseitige Verstehen. Das erfordert ein "offenes Ohr", was der Andere zu sagen hat - auch gerade, wenn es eine ganz andere Meinung ist als die eigene. Da gilt es, ihn so zu verstehen, wie er sich selbst versteht und dann erst "Contra" zu geben, andere Aspekte ins Spiel zu bringen - und alles, um sich letztendlich miteinander ins Einvernehmen zu setzen. Denn: Vernünftig ist, sich gegenseitig so zu verstehen, dass Einvernehmlichkeit möglich wird. Das ist echte Kommunikation. Der Moderator unterstützt diese Zielsetzung indem er jeden ausreden lässt und jeden ermuntert seine Sicht der Dinge in aller Öffentlichkeit zu formulieren. Einer echten Öffentlichkeit, die darin besteht, dass jeder die gleiche Mitsprachemöglichkeit hat und zwar nicht nur mit Anderen, mit denen er schon in familiären/sozialen oder beruflich/funktionalen Bezügen steht. An jedem Termin wird ein z.T. umfangreiches Thesenpapier des Moderators verteilt. Jeder ist willkommen!


Thema:
„Eros – Liebe (bei Platon usw.)“

Im gegenwärtigen Sprachgebrauch wird „Eros“ meist auf erotische oder sexuelle Anziehung reduziert. Der Begriff fungiert häufig als Synonym für Libido, körperliches Begehren oder romantische Leidenschaft. Hier ist Eros primär biologisch fundiert: So zielt er letztendlich auf Selbsterhaltung, Fortpflanzung und Lustgewinn. In populärem Kontext erscheint Eros zudem als kurzfristige emotionale Intensität, z.B. als „Verliebtheit“. Eros wird entweder als Trieb oder als romantische Emotion begriffen..- In Platons „Symposion“ hingegen wird Eros nicht als bloßes Gefühl oder als sexuelle Begierde verstanden, sondern als eine fundamentale anthropologische und metaphysische Dynamik. Zentral ist z.B. die Lehre, wonach Eros den Zustand des Mangels und zugleich des Strebens nach Fülle verkörpert. Liebe ist damit kein Besitz, sondern ein Begehren dessen, was fehlt. Der entsprechende „Aufstieg der Liebe“ beschreibt eine stufenweise Sublimierung: vom Begehren eines einzelnen schönen Körpers über die Wertschätzung aller schönen Körper, weiter zur Schönheit der Seele, zu schönen Sitten und Erkenntnissen bis hin zur Schau der Idee des Schönen. Eros fungiert hier als existenzielle Triebkraft wahrer Lebensgestaltung. Er ist Motor der Transzendierung des Sinnlich-Partikularen hin zum intelligiblen Allgemeinen. Der Unterschied zwischen dem verengten heutigen Verständnis von „Eros“ und Platons „Eros“ und liegt also darin: Bei Platon ist Eros eine metaphysische Dynamik, die vom Mangel zur Idee des Schönen führt und Kultur sowie Erkenntnis hervorbringt. Eine weitere umfassendere Konzeption hat jedoch mehrere Dimensionen, z.B: Liebe als selbstlose Hingabe (agapische Tradition), Liebe als wertenthüllender Akt (phänomenologisch), Liebe als dialogische Beziehung (existenzphilosophisch), usw. zu berücksichtigen - So verstanden ist Eros weder bloß Sexualität noch reine Spiritualität, sondern eine Grundstruktur menschlicher Weltbeziehung: ein Spannungsfeld zwischen Bedürftigkeit und Überstieg, zwischen Leiblichkeit und Transzendenz, zwischen individueller Leidenschaft und gemeinschaftsbildender Kraft.
Wir wollen den verschiedenen Aspekten von Eros/Liebe ausgehend von unseren Erfahrungen nachgehen – nicht zuletzt um unsere Erfahrungsmöglichkeiten zu erweitern..



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